„Unsere Sicht – 12 Frauen aus Srebrenica“

Vor mehr als 30 Jahren wurde in Srebrenica ein Genozid an Bosniak:innen verübt. 8.372 Menschen wurden ermordet, überwiegend Männer und Jungen. Hunderte Frauen und Mädchen wurden ebenfalls getötet, viele weitere Frauen überlebten sexualisierte Kriegsgewalt und verloren ihre Familien, Freundinnen und Nachbar:innen.

Wie lebt man weiter nach einem solchen Verlust?

Die Ausstellung „Unsere Sicht – 12 Frauen aus Srebrenica“ gibt darauf keine einfachen Antworten. Sie zeigt Fotografien von 12 Frauen – bosniakischen und serbischen Frauen, teilweise ehemaligen Nachbarinnen –, die ihren Alltag selbst dokumentierten. Ihre Bilder erzählen von Krieg und Trauer, aber auch von Mut, Rückkehr und dem schwierigen Versuch, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Fotografin Barbara Hartmann begleitete die Frauen über viele Jahre. Bei gemeinsamen Bildbesprechungen legten sie ihre Fotografien auf den Tisch. So entstanden Gespräche über Verlust, Erinnerung und das alltägliche (Über-)Leben nach dem Krieg.

„Diese privaten Fotografien unterscheiden sich grundlegend von all dem, was bislang von professionellen Kriegsfotografen bekannt wurde. Die Frauen, die meist nur Objekt vor der Kamera sind, nehmen den Fotoapparat selbst in die Hand und fotografieren die Spuren des Krieges aus ihrer Sicht.“

Petra Bopp

Ausstellung: 02. Juli – voraussichtlich 31. Juli 2026
Täglich von 10 bis 20 Uhr


Vernissage: 02. Juli 2026
Einlass: 18:30 | Beginn: 19:00

Anne’s Küche
Hotterstraße 16 | München


Mit Zeitzeuginnen, der Künstlerin sowie Vertreter*innen von Organisationen, die nach dem Krieg in Srebrenica und Tuzla tätig waren.

Veranstaltet von:
ausARTen – Perspektivwechsel durch Kunst Das Festival für die postmigrantische Stadt. ausARTen arbeitet themenübergreifend mit Allianzen, um sich aus dem «Wir»- und «Ihr»- Denken zu lösen.

ausARTen Perspektivwechsel durch Kunst

(Bild: Barbara Hartmann)